Bodenrichtwerte & Grundstückspreise Bonn-Stadtbezirk 2026
Zusammenfassung
- Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Bonn-Stadtbezirk liegt bei 579 €/m² und ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 3,8% gefallen.
- Der höchste durchschnittliche Bodenrichtwert befindet sich im Stadtteil Bonn-Zentrum mit 2.329 €/m².
- Der Stadtteil Bonn-Röttgen hat den niedrigsten durchschnittlichen Bodenrichtwert mit 342 €/m².
- Hier können Sie den Bodenrichtwert für Ihre Adresse abfragen.
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Aktuelle Bodenrichtwerte für Bonn-Stadtbezirk 2026
Im Stadtbezirk Bonn zeigt sich über alle Stadtteilbezirke hinweg ein rückläufiger Trend bei den Bodenrichtwerten. Besonders markant ist der Rückgang im Bonn-Zentrum mit minus 13,6 Prozent von 2.697 €/m² auf aktuell 2.329 €/m², womit dieser Bezirk trotz der deutlichen Korrektur das höchste durchschnittliche Preisniveau beibehält. Auch in absoluten Zahlen verzeichnet das Zentrum mit 780 bis 10.500 €/m² die größte Preisspanne aller Bezirke. Überdurchschnittlich stark fielen die Bodenrichtwerte zudem in Bonn-Castell mit minus 8,8 Prozent und in der Südstadt mit minus 8,6 Prozent.
Die Südstadt positioniert sich mit 1.215 €/m² als zweitteuerster Bezirk, gefolgt von Ückesdorf mit 1.008 €/m². Am unteren Ende der Preisskala liegt Röttgen mit 342 €/m² und einem vergleichsweise moderaten Rückgang von 2,3 Prozent, was die geringste Abwertung im gesamten Stadtbezirk darstellt. Die mittleren Preissegmente zwischen 600 und 900 €/m² umfassen mit Bezirken wie Graurheindorf, Buschdorf und Tannenbusch die größte Gruppe, wobei auch hier Rückgänge zwischen 5,0 und 7,4 Prozent zu verzeichnen sind. Auffällig ist die Nordstadt, die trotz eines durchschnittlichen Bodenrichtwerts von 710 €/m² einen Maximalwert von 2.900 €/m² aufweist, was auf einzelne besonders gefragte Lagen hindeutet.
| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | △ (%) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Bonn-Zentrum | 2.329 | -13.6 % | 780 | 10.500 |
| 2 | Südstadt | 1.215 | -8.6 % | 650 | 2.300 |
| 3 | Ückesdorf | 1.008 | -4.7 % | 305 | 1.010 |
| 4 | Weststadt | 981 | -8.0 % | 440 | 1.570 |
| 5 | Gronau | 940 | -6.8 % | 650 | 1.230 |
| 6 | Poppelsdorf | 910 | -6.9 % | 460 | 1.570 |
| 7 | Ippendorf | 831 | -5.0 % | 305 | 1.230 |
| 8 | Bonn-Castell | 796 | -8.8 % | 440 | 1.020 |
| 9 | Kessenich | 791 | -6.9 % | 460 | 1.250 |
| 10 | Dottendorf | 783 | -4.6 % | 305 | 1.070 |
| 11 | Endenich | 745 | -5.1 % | 365 | 840 |
| 12 | Nordstadt | 710 | -6.7 % | 440 | 2.900 |
| 13 | Auerberg | 694 | -6.0 % | 440 | 870 |
| 14 | Lessenich/Meßdorf | 665 | -5.5 % | 510 | 900 |
| 15 | Graurheindorf | 647 | -6.5 % | 600 | 1.020 |
| 16 | Buschdorf | 608 | -6.5 % | 470 | 870 |
| 17 | Tannenbusch | 577 | -7.4 % | 470 | 730 |
| 18 | Dransdorf | 548 | -6.0 % | 365 | 840 |
| 19 | Venusberg | 506 | -4.7 % | 305 | 1.140 |
| 20 | Röttgen | 342 | -2.3 % | 305 | 1.050 |
Historische Entwicklung der Bodenrichtwerte für Bonn-Stadtbezirk (2001-2026)
Der durchschnittliche Bodenrichtwert für den Stadtbezirk Bonn liegt im Jahr 2026 bei 579 €/m² und verzeichnet damit einen Rückgang um 23 €/m² oder 3,8 % gegenüber dem Vorjahr 2025. Nach dem zwischenzeitlichen Anstieg auf 602 €/m² im Jahr 2025 setzt sich damit die volatile Entwicklung der jüngsten Jahre fort.
Besonders auffällig ist die langfristige Aufwärtsentwicklung von 2000 bis 2021, in der sich der Bodenrichtwert von 229 €/m² auf den bisherigen Höchststand von 642 €/m² nahezu verdreifachte. Den stärksten absoluten Zuwachs verzeichnete das Jahr 2003 mit einem Sprung um 59 €/m² oder 24,4 %, während in der Phase zwischen 2015 und 2018 besonders dynamische Steigerungen zu beobachten waren, mit Zuwächsen von durchschnittlich über 8 % pro Jahr. Der Zeitraum von 2017 bis 2018 markiert dabei mit einem Anstieg von 55 €/m² beziehungsweise 43 €/m² die intensivste Wachstumsphase.
Die jüngere Entwicklung ab 2022 zeigt eine deutliche Trendwende mit erheblichen Schwankungen. Nach dem Rekordjahr 2021 folgte 2022 ein drastischer Einbruch um 62 €/m² oder 9,7 %, der stärkste absolute und relative Rückgang im gesamten Betrachtungszeitraum. Die Jahre 2024 bis 2026 sind durch Instabilität gekennzeichnet, wobei der Wert 2024 nahezu stagnierte, 2025 wieder auf 602 €/m² anstieg, um 2026 erneut auf 579 €/m² zurückzufallen und damit unter dem Niveau von 2020 zu liegen.
| Jahr | Bodenrichtwert | Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 642 €/m² | 7.0 % |
| 2022 | 580 €/m² | -9.7 % |
| 2024 | 579 €/m² | -0.2 % |
| 2025 | 602 €/m² | 4.0 % |
| 2026 | 579 €/m² | -3.8 % |

Bodenrichtwerte nach Postleitzahl
| PLZ | ⌀ (€/m2) | △ (%) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|---|
| 53111 | 1.227 | -3.1 % | 440 | 10.000 |
| 53113 | 1.080 | -2.9 % | 650 | 10.000 |
| 53115 | 896 | -3.8 % | 420 | 1.570 |
| 53129 | 773 | -2.9 % | 290 | 1.190 |
| 53121 | 655 | -1.9 % | 365 | 870 |
| 53123 | 644 | -3.0 % | 490 | 860 |
| 53127 | 642 | -5.0 % | 290 | 1.170 |
| 53117 | 636 | -2.8 % | 440 | 1.020 |
| 53119 | 578 | -2.4 % | 440 | 870 |
| 53125 | 368 | -4.9 % | 290 | 1.000 |
| 53175 | 291 | -4.9 % | 290 | 940 |
| 53177 | 290 | -4.9 % | 290 | 590 |
Im Stadtbezirk Bonn zeigen sämtliche Postleitzahlgebiete eine rückläufige Entwicklung der Bodenrichtwerte. Die stärksten Rückgänge verzeichnen die PLZ-Gebiete 53127 mit -5,0 % und 53125 sowie 53175 mit jeweils -4,9 %, während die übrigen Gebiete Rückgänge zwischen -1,9 % (53121) und -3,8 % (53115) aufweisen. Besonders bemerkenswert ist die Preisspanne von 290 €/m² bis 10.000 €/m², wobei die Maximalwerte in den Gebieten 53113 und 53111 auf einzelne hochpreisige Lagen hindeuten.
Das Preisniveau variiert erheblich zwischen den einzelnen Postleitzahlgebieten: Während die Gebiete 53111 und 53113 mit durchschnittlichen Bodenrichtwerten von 1.227 €/m² beziehungsweise 1.080 €/m² die Spitzenposition einnehmen, liegen die Gebiete 53177 und 53175 mit 290 €/m² beziehungsweise 291 €/m² am unteren Ende. Die zentral gelegenen Bereiche 53115, 53117 und 53119 bewegen sich mit Werten zwischen 578 €/m² und 896 €/m² im mittleren Segment, wobei auch hier durchweg negative Veränderungsraten von -2,4 % bis -3,8 % zu verzeichnen sind.
Bodenrichtwerte für weitere Stadtteile in Bonn
Für detaillierte Informationen zu Bodenrichtwerten nach Nutzungsart, besuchen Sie bitte die Seite für
Bodenrichtwerte in Bonn.| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | △ (%) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|---|---|
| 4 | Stadtbezirk | 845 | -2.9 % | 290 | 10.000 |
| 1 | Bad Godesberg | 740 | -2.6 % | 165 | 1.400 |
| 2 | Beuel | 690 | -2.8 % | 260 | 1.110 |
| 3 | Hardtberg | 655 | -3.7 % | 290 | 1.390 |
Die Bodenrichtwerte in Bonn zeigen eine durchgehend rückläufige Entwicklung über alle Stadtteile hinweg. Bad Godesberg verzeichnet mit 635 €/m² den höchsten durchschnittlichen Bodenrichtwert, gefolgt von Beuel mit 595 €/m² und Hardtberg mit 586 €/m². Der Stadtbezirk weist mit 579 €/m² den niedrigsten Durchschnittswert auf, verzeichnet jedoch mit -3,8 % gleichzeitig den stärksten prozentualen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders auffällig sind die extremen Spannweiten innerhalb der einzelnen Gebiete. Während Bad Godesberg eine Preisspanne von 165 €/m² bis 1.400 €/m² aufweist, zeigt der Stadtbezirk mit einem Maximalwert von 10.000 €/m² einen außergewöhnlichen Ausreißer. Beuel präsentiert sich mit einer Spanne von 260 €/m² bis 1.110 €/m² als das homogenste Gebiet. Die Preisrückgänge bewegen sich in einer engen Bandbreite zwischen -3,2 % in Bad Godesberg und -3,8 % im Stadtbezirk, was auf eine stadtweite Marktkorrektur hindeutet.
Sind die Grundstückspreise in Bonn-Stadtbezirk mit den aktuellen Bodenrichtwerten gleichzusetzen?
Die Grundstückspreise in Bonn-Stadtbezirk sind nicht mit den Bodenrichtwerten für Bonn-Stadtbezirk gleichzusetzen. Grundstückspreise beziehen sich in der Regel auf die tatsächlichen Verkaufspreise von Grundstücken, die auf dem Immobilienmarkt gehandelt werden.
Grundstückspreise sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage sowie von individuellen Kaufpreisverhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Sie können stark variieren, abhängig von spezifischen Faktoren wie Lage, Größe, Nutzbarkeit, Zustand des Grundstücks, Immobilie und aktuellen Marktbedingungen. Daher spiegeln Grundstückspreise die realen, aktuellen Marktwerte wider und können sich kurzfristig ändern.
Bodenrichtwerte hingegen sind Durchschnittswerte, die von den lokalen Gutachterausschüssen auf Basis von historischen Kaufpreisen in den meisten Fällen jährlich berechnet werden. Allerdings dienen diese eher als Orientierungshilfe für die Wertermittlung und sind weniger volatil als die tatsächlichen Grundstückspreise, da sie auf einer Vielzahl von Transaktionen basieren und somit Durchschnittswerte darstellen.
Die Bodenrichtwerte 2026 beinhalten die historischen Durchschnittskaufpreise von Grundstückstransaktionen aus dem Jahr 2025.
Für eine Bestimmung des Grundstücks- bzw Immobilienwerts in Bonn-Stadtbezirk kann es Sinn ergeben, einen lokalen Immobiliensachverständiger (Immobiliengutachter oder Immobilienmakler) zu kontaktieren, der Angebot und Nachfrage und damit einhergehend den Marktpreis für das Grundstück in Bonn-Stadtbezirk gut einschätzen kann.
Eine grobe Wertermittlung des Grundstückswerts erhalten Sie hier:
So erhalten Sie den Bodenrichtwert für Ihr Grundstück in Bonn-Stadtbezirk
Um den aktuellen Bodenrichtwert für Ihr Grundstück in Bonn zu erhalten, gibt es folgende Möglichlichkeiten:
1. Online-Bodenrichtwertkarten
In Nordrhein-Westfalen können Sie über BORIS NRW, das zentrale Informationssystem der Gutachterausschüsse, nach spezifischen Grundstücken suchen. Es ermöglicht Ihnen, die Bodenrichtwerte online einzusehen und offizielle Dokumente zu beantragen. Mehr Informationen und den Zugang zum System finden Sie unter BORIS NRW.
2. Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Bonn
Der Gutachterausschuss ist die offizielle Behörde, die den Bodenrichtwert ermittelt. Im Folgenden finden Sie die Kontaktdaten des Gutachterausschusses der Stadt Bonn:
Adresse:
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bonn
Berliner Platz 2
53111 Bonn
Website:
https://www.bonn.de/microsite/gutachterausschuss/der-gutachterausschuss/index.phpE-Mail:
gutachterausschuss@bonn.deTelefon:
0228/77-2200Fax:
0228/77-9619670Für genaure Infos zum Gutachterausschuss wie Öffnungszeiten, besuchen sie bitte unsere detaillierte Seite zum Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bonn.
3. Bauamt, Katasteramt, Vermessungsamt
Alternativ können Sie sich auch direkt an das Bauamt, Katasteramt oder Vermessungsamt wenden. Als zuständige Behörden für Bodenrichtwerte, kann Ihnen auch dort geholfen werden.

Fragen und Antworten rund um Bodenrichtwerte für Bonn Stadtbezirk
Die Bodenrichtwerte für Bonn erhalten Sie u.a. auf dieser Webseite in den jeweiligen Stadt- und Stadtteilseiten. Alternativ können Sie bei BORIS NRW nach Ihrer Adresse suchen bzw. beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bonn anfragen.
Die Bodenrichtwerte in Bonn werden vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bonn festgelegt.
Der Ermittlungsbereich des Gutachterausschusses umfasst das gesamte Stadtgebiet Bonns. Hierbei werden so genannte Bodenrichtwertzonen definiert.
Die letzte Bodenrichtwertermittlung wurde am 31.03.2026 für den Stichtag 01.01.2026 veröffentlicht. Das Veröffentlichungsdatum für die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2027 steht aktuell noch nicht fest.
Die Bodenrichtwerte in Bonn sind nicht mit den Grundstückspreisen gleichzusetzen, da diese als Daten Durchschnittswerte der verkauften Grundstücke des vergangenen Jahres verwenden.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Bonn hat bis dato keine genaueren Infos zum Veröffentlichkeitsdatum für die Bodenrichtwerte 2027 bekanntgegeben. Auf Basis der letzten Veröffentlichungen kann von einem Zeitraum zwischen April und Juni 2027 ausgegangen werden.
Die Bodenrichtwerte für Bonn werden jährlich ermittelt und veröffentlicht. Der Stichtag ist ausnahmslos der 01. Januar des jeweiligen Jahres wobei die Veröffentlichung i.d.R. zwischen April und Juni erfolgt.
Der Bodenrichtwert in Bonn wird mit derselben Systematik wie für alle anderen Bundesländer bestimmt. Mehr zum Verfahren finden Sie auf der allgemeinen Bodenrichtwert Seite.
Die Bodenrichtwertkarte für Bonn wird genauso gelesen wie die Bodenrichtwertkarte anderer Städte Deutschlands. Die Karte wird in so genannte Bodenrichtwertzonen unterteilt, die Aufschluss über den Wert des Bodens sowie die Bebauung geben.
Seit Juni 2022 muss die Grundsteuererklärung für Immobilienbesitzer abgegeben werden. Für Immobilien, die sich in Bonn befinden, wird die Grundsteuererklärung auf Basis des Bodenrichtwerts des entsprechenden Jahres erstellt.
- © Daten der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte 2026, dl-de/by-2-0, Quelle: www.bodenrichtwerte-boris.de