Bodenrichtwerte & Grundstückspreise Berlin Spandau 2026
Zusammenfassung
- Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Berlin-Spandau liegt bei 959 €/m² und ist damit im Schnitt zum Vorjahr um -0.2% gefallen.
- Der höchste Bodenrichtwert liegt bei 2.000 €/m².
- Der niedrigste Bodenrichtwert liegt bei 360 €/m².
- Damit belegt der Bodenrichtwert für Berlin-Spandau den 1. von 9 Plätzen innerhalb des Bezirks Spandau.
- Hier können Sie den Bodenrichtwert für Ihre Adresse abfragen.
Analyse der aktuellen Bodenrichtwerte für Berlin Spandau 2026
Mit einem durchschnittlichen Bodenrichtwert von 959 €/m² dieses Jahr und einer Veränderung von 2 €/m² gegenüber dem Vorjahr bei 961 €/m², erfährt der Bodenrichtwert einen Rückgang von 0,2%.
Die Bodenrichtwerte für Berlin-Spandau wurden zum Stichtag am 01.01.2026 ermittelt und am 16.03.2026 vom Gutachterausschuss veröffentlicht.
Die Bodenrichtwerte in Berlin werden in einem jährlichen Rhythmus veröffentlicht. Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2027 werden daher planungsgemäß zwischen März und Juni 2027 bekanntgegeben.
Historische Entwicklung Bodenrichtwerte Berlin Spandau
Der durchschnittliche Bodenrichtwert in Berlin-Spandau liegt im Jahr 2026 bei 961 €/m² und verzeichnet damit gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang von -0,2 %. Dies entspricht einer minimalen absoluten Veränderung von -2 €/m², die auf eine Phase der Stagnation nach den Schwankungen der vorangegangenen Jahre hindeutet.
Über den gesamten Betrachtungszeitraum von 2000 bis 2026 zeigt sich eine deutliche Aufwärtsentwicklung von anfänglich 365 €/m² auf aktuell 961 €/m², was einer Gesamtsteigerung von 163 % entspricht. Besonders dynamisch verlief die Preisentwicklung zwischen 2016 und 2021, als der Bodenrichtwert von 754 €/m² auf 1.025 €/m² anstieg – dem höchsten jemals erreichten Wert. In dieser Phase erfolgten jährliche Zuwächse zwischen 4,0 % und 11,7 %, wobei das Jahr 2017 mit einem Plus von 88 €/m² die stärkste absolute Steigerung aufwies.
Die jüngere Entwicklung ist durch einen markanten Einschnitt gekennzeichnet: Im Jahr 2022 fiel der Bodenrichtwert um -9,6 % auf 927 €/m², was den stärksten Rückgang im gesamten Beobachtungszeitraum darstellt. Nach einer kurzen Erholungsphase 2025 mit einem Anstieg von 4,0 % auf 961 €/m² stagniert der Wert 2026 nahezu. Auffällig ist zudem der Zeitraum zwischen 2008 und 2012, in dem sich die Preise nach einem Rückgang um -5,7 % im Jahr 2008 auf einem Niveau zwischen 587 €/m² und 624 €/m² seitwärts bewegten.
| Jahr | Bodenrichtwert | Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 1.025 €/m² | 7.1 % |
| 2022 | 927 €/m² | -9.6 % |
| 2024 | 924 €/m² | -0.3 % |
| 2025 | 961 €/m² | 4.0 % |
| 2026 | 959 €/m² | -0.2 % |
Bodenrichtwerte im Ortsteil Berlin Spandau
Der Ortsteil liegt im Bezirksvergleich (Spandau) auf Platz 1 von 9. Im Gesamtvergleich zu allen Berliner Stadtteilen liegt er auf Platz 31 von 97.
| Gruppe | Platz | Von |
|---|---|---|
| Bezirk (Spandau) | 1 | 9 |
| Stadt (Berlin) | 31 | 97 |
Im Bezirk Spandau zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen, wobei die Bodenrichtwerte von 959 €/m² in Spandau bis 449 €/m² im Falkenhagener Feld reichen. Der Stadtteil Spandau führt das Ranking an, gefolgt von Siemensstadt mit 846 €/m² und Wilhelmstadt mit 745 €/m², während die übrigen Stadtteile durchweg unter 650 €/m² liegen. Die beiden am südlichsten gelegenen Stadtteile Gatow und Kladow befinden sich mit 552 €/m² und 529 €/m² im mittleren Preissegment des Bezirks.
Alle Stadtteile verzeichnen Rückgänge gegenüber dem Vorjahr, wobei die Entwicklung unterschiedlich stark ausfällt. Besonders ausgeprägt sind die Veränderungen in Kladow mit -5,2 % und Gatow mit -4,5 %, während die zentrumsnahen Stadtteile Spandau und Siemensstadt mit -0,2 % und -0,5 % die geringsten Rückgänge aufweisen. Staaken zeigt mit -3,2 % einen mittleren Rückgang, während die übrigen Stadtteile Veränderungen zwischen -1,3 % und -2,2 % verzeichnen.
| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Spandau | 959 | 360 | 2.000 |
| 2 | Siemensstadt | 846 | 270 | 1.600 |
| 3 | Wilhelmstadt | 745 | 150 | 1.200 |
| 4 | Hakenfelde | 637 | 160 | 2.200 |
| 5 | Haselhorst | 620 | 380 | 1.200 |
| 6 | Gatow | 552 | 120 | 610 |
| 7 | Kladow | 529 | 120 | 640 |
| 8 | Staaken | 453 | 150 | 650 |
| 9 | Falkenhagener Feld | 449 | 260 | 1.000 |
Übersicht aller Bodenrichtwerte nach Postleitzahl
| PLZ | ⌀ (€/m2) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|
| 13597 | 1.228 | 360 | 2.000 |
| 13585 | 951 | 370 | 1.300 |
| 13581 | 930 | 450 | 1.600 |
| 13583 | 613 | 500 | 1.000 |
Analyse der Bodenrichtwerte
Der Bezirk Spandau zeigt sich mit Bodenrichtwerten zwischen 612 €/m² und 1.227 €/m² deutlich heterogen strukturiert. Die Postleitzahl 13597 weist mit 1.227 €/m² den höchsten durchschnittlichen Bodenrichtwert auf, während 13583 mit 612 €/m² das untere Segment markiert und damit einen Unterschied von über 100 % zwischen den teuersten und günstigsten Lagen dokumentiert.
Alle vier Postleitzahlbereiche verzeichnen im Vorjahresvergleich eine nahezu vollständige Stagnation der Bodenwerte. Die Veränderungsraten liegen durchweg bei 0,0 %, lediglich in der PLZ 13581 ist mit einem Rückgang von 937 €/m² auf 930 €/m² eine minimale Korrektur erkennbar, die jedoch unterhalb der Wesentlichkeitsschwelle liegt.
Entsprechen die Grundstückspreise in Berlin Spandau dem Bodenrichtwert?
Die Grundstückspreise in Berlin-Spandau sind nicht mit den Bodenrichtwerten für Berlin-Spandau gleichzusetzen. Grundstückspreise beziehen sich in der Regel auf die tatsächlichen Verkaufspreise von Grundstücken, die auf dem Immobilienmarkt gehandelt werden.
Grundstückspreise sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage sowie von individuellen Kaufpreisverhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Sie können stark variieren, abhängig von spezifischen Faktoren wie Lage, Größe, Nutzbarkeit, Zustand des Grundstücks, Immobilie und aktuellen Marktbedingungen. Daher spiegeln Grundstückspreise die realen, aktuellen Marktwerte wider und können sich kurzfristig ändern.
Bodenrichtwerte hingegen sind Durchschnittswerte, die von den lokalen Gutachterausschüssen auf Basis von historischen Kaufpreisen in den meisten Fällen jährlich berechnet werden. Allerdings dienen diese eher als Orientierungshilfe für die Wertermittlung und sind weniger volatil als die tatsächlichen Grundstückspreise, da sie auf einer Vielzahl von Transaktionen basieren und somit Durchschnittswerte darstellen.
Die Bodenrichtwerte 2026 beinhalten die historischen Durchschnittskaufpreise von Grundstückstransaktionen aus dem Jahr 2025.
Für eine Bestimmung des Grundstücks- bzw Immobilienwerts in Berlin-Spandau kann es Sinn ergeben, einen lokalen Immobiliensachverständiger (Immobiliengutachter oder Immobilienmakler) zu kontaktieren, der Angebot und Nachfrage und damit einhergehend den Marktpreis für das Grundstück in Berlin-Spandau gut einschätzen kann.
Eine grobe Wertermittlung des Grundstückswerts erhalten Sie hier:
Bodenrichtwert Auskunft Berlin
Informationen zum Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin Spandau
Adresse:
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin
Fehrbelliner Platz 1
10707 Berlin
Website:
https://www.berlin.de/gutachterausschuss/E-Mail:
gaa@sensw.berlin.deTelefon:
030 901395239Fax:
030 901395231Aktuelle Immobilienpreise in Berlin-Spandau
Neben den Bodenrichtwerten sind auch die aktuellen Immobilienpreise für Käufer und Verkäufer von entscheidender Bedeutung. Während Bodenrichtwerte eine wichtige Orientierungshilfe darstellen, spiegeln die tatsächlichen Immobilienpreise die aktuellen Marktgegebenheiten für Häuser und Wohnungen wider.
Die Immobilienpreise in Berlin-Spandau variieren je nach Lage, Ausstattung, Größe und Zustand der Immobilie erheblich. Sowohl beim Kauf als auch bei der Miete von Häusern und Wohnungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die über den reinen Bodenrichtwert hinausgehen.
Hier finden Sie die aktuellen Immobilienpreise in Berlin-Spandau für Kauf und Miete für Häuser und Wohnungen.
Fragen und Antworten rund um Bodenrichtwerte für Berlin Spandau
Die Bodenrichtwerte für Berlin erhalten Sie u.a. auf dieser Webseite in den jeweiligen Stadt- und Stadtteilseiten. Alternativ können Sie bei BORIS Berlin nach Ihrer Adresse suchen bzw. beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin anfragen.
Die Bodenrichtwerte in Berlin werden vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin festgelegt.
Der Ermittlungsbereich des Gutachterausschusses umfasst das gesamte Stadtgebiet Berlins. Hierbei werden so genannte Bodenrichtwertzonen definiert.
Die letzte Bodenrichtwertermittlung wurde am 16.03.2026 für den Stichtag 01.01.2026 veröffentlicht. Das Veröffentlichungsdatum für die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2027 steht aktuell noch nicht fest.
Die Bodenrichtwerte in Berlin sind nicht mit den Grundstückspreisen gleichzusetzen, da diese als Daten Durchschnittswerte der verkauften Grundstücke des vergangenen Jahres verwenden.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin hat bis dato keine genaueren Infos zum Veröffentlichkeitsdatum für die Bodenrichtwerte 2027 bekanntgegeben. Auf Basis der letzten Veröffentlichungen kann von einem Zeitraum zwischen April und Juni 2027 ausgegangen werden.
Die Bodenrichtwerte für Berlin werden jährlich ermittelt und veröffentlicht. Der Stichtag ist ausnahmslos der 01. Januar des jeweiligen Jahres wobei die Veröffentlichung i.d.R. zwischen April und Juni erfolgt.
Der Bodenrichtwert in Berlin wird mit derselben Systematik wie für alle anderen Bundesländer bestimmt. Mehr zum Verfahren finden Sie auf der allgemeinen Bodenrichtwert Seite.
Die Bodenrichtwertkarte für Berlin wird genauso gelesen wie die Bodenrichtwertkarte anderer Städte Deutschlands. Die Karte wird in so genannte Bodenrichtwertzonen unterteilt, die Aufschluss über den Wert des Bodens sowie die Bebauung geben.
Seit Juni 2022 muss die Grundsteuererklärung für Immobilienbesitzer abgegeben werden. Für Immobilien, die sich in Berlin befinden, wird die Grundsteuererklärung auf Basis des Bodenrichtwerts des entsprechenden Jahres erstellt.
