Bodenrichtwerte & Grundstückspreise Gießen 2026
Zusammenfassung
- Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Gießen liegt bei 488 €/m² und ist damit im Vergleich zur letzten Ermittlung 2024 um 1,7% gestiegen.
- Der höchste durchschnittliche Bodenrichtwert befindet sich im Ortsteil Kernstadt mit 550 €/m².
- Der niedrigste durchschnittliche Bodenrichtwert befindet sich im Stadtteil Rödgen und liegt bei 263 €/m².
- Hier können Sie den Bodenrichtwert für Ihre Adresse abfragen.
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Aktuelle Bodenrichtwerte für Gießen 2026
Mit einem durchschnittlichen Bodenrichtwert von 488 €/m² dieses Jahr und einer Veränderung von 8 €/m² gegenüber der letzten Ermittlung 2024 bei 480 €/m², erfährt der Bodenrichtwert einen Anstieg von 1,7%.
Der höchste Bodenrichtwert befindet sich im Stadtteil Kernstadt mit einem Wert von knapp 550 €/m². Der niedrigste Bodenrichtwert befindet sich im Ortsteil Rödgen mit 263 €/m².
Die Bodenrichtwerte für Gießen wurden zum Stichtag am 01.01.2026 ermittelt und am 08.05.2026 vom Gutachterausschuss veröffentlicht. Weitere Informationen zu den aktuellen Bodenrichtwerten aller Stadtteile in Gießen sowie die Entwicklung der Lagepreise können im unteren Abschnitt aufgerufen werden.
Die Bodenrichtwerte in Gießen werden in einem zweijährlichen Rhythmus veröffentlicht. Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2028 werden daher planungsgemäß zwischen März und Juni 2028 bekanntgegeben.
Gießener Stadtteile mit den höchsten Bodenrichtwerten
Für Gießen weisen die Stadtteile Kernstadt, Wieseck und Kleinlinden im Durchschnitt die höchsten Bodenrichtwerte für Wohnbaufläche auf.
| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | △ (%) |
|---|---|---|---|
| 1 | Kernstadt | 550 | 10.0 % |
| 2 | Wieseck | 460 | 9.5 % |
| 3 | Kleinlinden | 402 | 11.7 % |
| 4 | Allendorf | 335 | 11.7 % |
| 5 | Lützellinden | 265 | 15.2 % |
Gießener Stadtteile mit den niedrigsten Bodenrichtwerten
Die niedrigsten Bodenrichtwerte in Gießen finden sich in Allendorf, Lützellinden und Rödgen. Gegenüber dem teuersten Stadtteil (Kernstadt) beträgt die Differenz im Durchschnitt ca. -50%.
| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | △ (%) |
|---|---|---|---|
| 1 | Rödgen | 263 | 8.7 % |
| 2 | Lützellinden | 265 | 15.2 % |
| 3 | Allendorf | 335 | 11.7 % |
| 4 | Kleinlinden | 402 | 11.7 % |
| 5 | Wieseck | 460 | 9.5 % |
Historische Entwicklung der Bodenrichtwerte für Gießen (2001-2026)
Der durchschnittliche Bodenrichtwert in Gießen liegt aktuell bei 488 €/m². Gegenüber dem Vorjahreswert von 480 €/m² entspricht dies einem Anstieg von 8 €/m² beziehungsweise 1,7 %. Über den Gesamtzeitraum seit 2000 hat sich der Wert von 182 €/m² auf das 2,7-Fache erhöht.
Die stärksten Zuwächse verzeichnete Gießen in den frühen 2000er-Jahren, mit 24,4 % im Jahr 2003 und 12,1 % im Jahr 2005. Nach einem Höchstwert von 323 €/m² im Jahr 2007 gaben die Werte im Zuge der Finanzkrise bis 2009 auf 293 €/m² nach. Die Jahre 2010 bis 2015 waren von einer weitgehenden Seitwärtsbewegung zwischen 303 und 346 €/m² geprägt.
Ab 2016 setzte ein kräftiger Aufwärtstrend ein, in dem der Bodenrichtwert von 346 €/m² im Jahr 2015 auf 512 €/m² im Jahr 2021 stieg. Besonders deutlich fielen die Zuwächse 2017 mit 11,7 % sowie 2018 mit 8,1 % aus. Der Höchstwert von 512 €/m² wurde 2021 erreicht, gefolgt vom stärksten Rückgang des Betrachtungszeitraums im Jahr 2022 mit -9,6 % beziehungsweise -49 €/m². Seitdem bewegt sich der Wert zwischen 461 und 488 €/m² und liegt damit weiterhin rund 4,7 % unter dem Höchststand von 2021.
| Jahr | Bodenrichtwert | Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 512 €/m² | 7.1 % |
| 2022 | 463 €/m² | -9.6 % |
| 2023 | 461 €/m² | -0.4 % |
| 2024 | 480 €/m² | 4.1 % |
| 2026 | 488 €/m² | 1.7 % |
Bodenrichtwerte nach Stadtteilen für Gießen
Bodenrichtwerte für Wohnbau und Mischbebauung für Gießen
In Gießen liegt der durchschnittliche Bodenrichtwert in der Kernstadt bei 550 €/m² und damit höher als in allen anderen Stadtteilen. Auffällig ist die Spannweite innerhalb der Kernstadt: Die Werte reichen von 65 €/m² bis 4.250 €/m², der Höchstwert liegt damit rund 65-mal über dem Mindestwert. Auf die Kernstadt folgt Wieseck mit durchschnittlich 460 €/m² bei einer vergleichsweise engen Spanne von 75 bis 590 €/m². Kleinlinden erreicht 402 €/m², Allendorf 335 €/m². Die beiden preisgünstigsten Stadtteile Lützellinden und Rödgen liegen mit 265 €/m² beziehungsweise 263 €/m² nahezu gleichauf und damit etwa halb so hoch wie die Kernstadt.
Alle sechs Stadtteile verzeichnen gegenüber dem Vorjahr Zuwächse, ein Rückgang ist nirgends zu beobachten. Den stärksten Anstieg weist Lützellinden mit 15,2 % auf, der Durchschnittswert stieg von 230 auf 265 €/m². Kleinlinden und Allendorf folgen mit jeweils 11,7 %; in Kleinlinden erhöhte sich der Wert von 360 auf 402 €/m², in Allendorf von 300 auf 335 €/m². Die Kernstadt legte um 10,0 % von 500 auf 550 €/m² zu, Wieseck um 9,5 % von 420 auf 460 €/m².
Den geringsten Zuwachs verzeichnet Rödgen mit 8,7 % (von 242 auf 263 €/m²). Rödgen lag im Vorjahr noch über Lützellinden und wurde von diesem knapp überholt. Absolut betrachtet ist der Zuwachs in der Kernstadt mit 50 €/m² am größten, gefolgt von Wieseck und Kleinlinden mit jeweils rund 40 €/m². Die prozentual stärksten Steigerungen fallen damit in den Stadtteilen mit niedrigerem Preisniveau an, während die teuersten Lagen moderater zulegen.
| Stadtteil | ⌀ (€/m2) | △ (%) | MIN (€/m2) | MAX (in €/m2) |
|---|---|---|---|---|
| Kernstadt | 550 | 10.0 % | 65 | 4.250 |
| Wieseck | 460 | 9.5 % | 75 | 590 |
| Kleinlinden | 402 | 11.7 % | 50 | 495 |
| Allendorf | 335 | 11.7 % | 220 | 410 |
| Lützellinden | 265 | 15.2 % | 200 | 370 |
| Rödgen | 263 | 8.7 % | 120 | 330 |
Diese Werte ergeben sich aus den Durchschnittswerten aller Grundstücke die als Wohn- bzw. Misch- oder Kernbebauung klassifiziert wurden.
Diese können je nach Bebauungsmöglichkeiten und Mikrolage stark variieren.
Bodenrichtwerte für weitere Nutzungsarten
| Stadtteil | Gewerbe (€/m2) | Landwirt (€/m2) | Forstwirt (€/m2) |
|---|---|---|---|
| Allendorf | - | 1,8 | 0,6 |
| Kernstadt | 110 | 1,5 | 0,55 |
| Kleinlinden | 95 | 1,8 | 0,55 |
| Lützellinden | 85 | 1,8 | 0,6 |
| Rödgen | 70 | 1,4 | 0,55 |
| Wieseck | 98 | 1,8 | 0,55 |
Bodenrichtwerte benachbarter Städte
Für weitere, Informationen zu den Bodenrichtwerten benachbarter Städte, besuchen Sie bitte die Seite für
Bodenrichtwerte in Hessen.| Stadt | ⌀ (€/m2) | △ (%) | Distanz (km) |
|---|---|---|---|
| Heuchelheim an der Lahn | 220 | 0.0 % | 4.7 |
| Linden | 223 | 0.0 % | 5.3 |
| Fernwald | 170 | 0.0 % | 6.9 |
| Wettenberg | 226 | 0.0 % | 7.8 |
| Pohlheim | 157 | 0.0 % | 7.9 |
| Lahnau | 210 | 0.0 % | 8.3 |
| Buseck | 157 | 0.0 % | 8.7 |
| Lollar | 142 | 0.0 % | 9.7 |
| Biebertal | 137 | 0.0 % | 10.6 |
| Staufenberg (Hessen) | 138 | 0.0 % | 10.8 |
| Hüttenberg | 149 | 0.0 % | 11.4 |
| Wetzlar | 205 | 0.0 % | 12.0 |
| Reiskirchen | 101 | 0.0 % | 12.4 |
| Lich | 165 | 0.0 % | 12.9 |
| Langgöns | 141 | 0.0 % | 13.3 |
Sind die Grundstückspreise in Gießen mit den aktuellen Bodenrichtwerten gleichzusetzen?
Die Grundstückspreise in Gießen sind nicht mit den Bodenrichtwerten für Gießen gleichzusetzen. Grundstückspreise beziehen sich in der Regel auf die tatsächlichen Verkaufspreise von Grundstücken, die auf dem Immobilienmarkt gehandelt werden.
Grundstückspreise sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage sowie von individuellen Kaufpreisverhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Sie können stark variieren, abhängig von spezifischen Faktoren wie Lage, Größe, Nutzbarkeit, Zustand des Grundstücks, Immobilie und aktuellen Marktbedingungen. Daher spiegeln Grundstückspreise die realen, aktuellen Marktwerte wider und können sich kurzfristig ändern.
Bodenrichtwerte hingegen sind Durchschnittswerte, die von den lokalen Gutachterausschüssen auf Basis von historischen Kaufpreisen in den meisten Fällen jährlich berechnet werden. Allerdings dienen diese eher als Orientierungshilfe für die Wertermittlung und sind weniger volatil als die tatsächlichen Grundstückspreise, da sie auf einer Vielzahl von Transaktionen basieren und somit Durchschnittswerte darstellen.
Die Bodenrichtwerte 2026 beinhalten die historischen Durchschnittskaufpreise von Grundstückstransaktionen aus den Jahren 2024 und 2025.
Für eine Bestimmung des Grundstücks- bzw Immobilienwerts in Gießen kann es Sinn ergeben, einen lokalen Immobiliensachverständiger (Immobiliengutachter oder Immobilienmakler) zu kontaktieren, der Angebot und Nachfrage und damit einhergehend den Marktpreis für das Grundstück in Gießen gut einschätzen kann.
Eine grobe Wertermittlung des Grundstückswerts erhalten Sie hier:
Wie erhalte ich den Bodenrichtwert für mein Grundstück in Gießen?
Um den aktuellen Bodenrichtwert für Ihr Grundstück in Gießen zu erhalten, gibt es folgende Möglichlichkeiten:
1. Online-Bodenrichtwertkarten
In Hessen können Sie über BORIS Hessen, das zentrale Informationssystem der Gutachterausschüsse, nach spezifischen Grundstücken suchen. Es ermöglicht Ihnen, die Bodenrichtwerte online einzusehen und offizielle Dokumente zu beantragen. Mehr Informationen und den Zugang zum System finden Sie unter BORIS Hessen.
2. Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Gießen
Der Gutachterausschuss ist die offizielle Behörde, die den Bodenrichtwert ermittelt. Im Folgenden finden Sie die Kontaktdaten des Gutachterausschusses der Stadt Gießen:
Adresse:
Gutachterausschuss Stadt Gießen
Berliner Platz 1
35390 Gießen
Website:
https://www.giessen.de/index.phtml?NavID=1894.63E-Mail:
gutachterausschuss@giessen.deTelefon:
0641 306-2210Fax:
0641 306-2200Für genaure Infos zum Gutachterausschuss wie Öffnungszeiten, besuchen sie bitte unsere detaillierte Seite zum Gutachterausschuss Stadt Gießen.
3. Bauamt, Katasteramt, Vermessungsamt
Alternativ können Sie sich auch direkt an das Bauamt, Katasteramt oder Vermessungsamt wenden. Als zuständige Behörden für Bodenrichtwerte, kann Ihnen auch dort geholfen werden.
Aktuelle Immobilienpreise in Gießen
Neben den Bodenrichtwerten sind auch die aktuellen Immobilienpreise für Käufer und Verkäufer von entscheidender Bedeutung. Während Bodenrichtwerte eine wichtige Orientierungshilfe darstellen, spiegeln die tatsächlichen Immobilienpreise die aktuellen Marktgegebenheiten für Häuser und Wohnungen wider.
Die Immobilienpreise in Gießen variieren je nach Lage, Ausstattung, Größe und Zustand der Immobilie erheblich. Sowohl beim Kauf als auch bei der Miete von Häusern und Wohnungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die über den reinen Bodenrichtwert hinausgehen.
Hier finden Sie die aktuellen Immobilienpreise in Gießen für Kauf und Miete für Häuser und Wohnungen.
Fragen und Antworten rund um Bodenrichtwerte Gießen
Die Bodenrichtwerte für Gießen erhalten Sie u.a. auf dieser Webseite in den jeweiligen Stadt- und Stadtteilseiten. Alternativ können Sie bei BORIS Hessen nach Ihrer Adresse suchen bzw. beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Gießen anfragen.
Die Bodenrichtwerte in Gießen werden vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Gießen festgelegt.
Der Ermittlungsbereich des Gutachterausschusses umfasst das gesamte Stadtgebiet Gießens. Hierbei werden so genannte Bodenrichtwertzonen definiert.
Die letzte Bodenrichtwertermittlung wurde am 08.05.2026 für den Stichtag 01.01.2026 veröffentlicht. Das Veröffentlichungsdatum für die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2028 steht aktuell noch nicht fest.
Die Bodenrichtwerte in Gießen sind nicht mit den Grundstückspreisen gleichzusetzen, da diese als Daten Durchschnittswerte der verkauften Grundstücke des vergangenen Jahres verwenden.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Gießen hat bis dato keine genaueren Infos zum Veröffentlichkeitsdatum für die Bodenrichtwerte 2028 bekanntgegeben. Auf Basis der letzten Veröffentlichungen kann von einem Zeitraum zwischen April und Juni 2028 ausgegangen werden.
Die Bodenrichtwerte für Gießen werden zweijährlich ermittelt und veröffentlicht. Der Stichtag ist ausnahmslos der 01. Januar des jeweiligen Jahres wobei die Veröffentlichung i.d.R. zwischen April und Juni erfolgt.
Der Bodenrichtwert in Gießen wird mit derselben Systematik wie für alle anderen Bundesländer bestimmt. Mehr zum Verfahren finden Sie auf der allgemeinen Bodenrichtwert Seite.
Die Bodenrichtwertkarte für Gießen wird genauso gelesen wie die Bodenrichtwertkarte anderer Städte Deutschlands. Die Karte wird in so genannte Bodenrichtwertzonen unterteilt, die Aufschluss über den Wert des Bodens sowie die Bebauung geben.
Seit Juni 2022 muss die Grundsteuererklärung für Immobilienbesitzer abgegeben werden. Für Immobilien, die sich in Gießen befinden, wird die Grundsteuererklärung auf Basis des Bodenrichtwerts des entsprechenden Jahres erstellt.
- © Daten der Gutachterausschüsse für Grundstückswerte 2026, dl-de/by-2-0, Quelle: www.bodenrichtwerte-boris.de
