Bodenrichtwerte & Grundstückspreise Berlin Prenzlauer Berg 2026
Zusammenfassung
- Der durchschnittliche Bodenrichtwert für Berlin-Prenzlauer Berg liegt bei 3.249 €/m² und ist damit im Schnitt zum Vorjahr um -0.2% gefallen.
- Der höchste Bodenrichtwert liegt bei 7.500 €/m².
- Der niedrigste Bodenrichtwert liegt bei 600 €/m².
- Damit belegt der Bodenrichtwert für Berlin-Prenzlauer Berg den 1. von 13 Plätzen innerhalb des Bezirks Pankow.
- Hier können Sie den Bodenrichtwert für Ihre Adresse abfragen.
Analyse der aktuellen Bodenrichtwerte für Berlin Prenzlauer Berg 2026
Mit einem durchschnittlichen Bodenrichtwert von 3.249 €/m² dieses Jahr und einer Veränderung von 6 €/m² gegenüber dem Vorjahr bei 3.255 €/m², erfährt der Bodenrichtwert einen Rückgang von 0,2%.
Die Bodenrichtwerte für Berlin-Prenzlauer Berg wurden zum Stichtag am 01.01.2026 ermittelt und am 16.03.2026 vom Gutachterausschuss veröffentlicht.
Die Bodenrichtwerte in Berlin werden in einem jährlichen Rhythmus veröffentlicht. Die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2027 werden daher planungsgemäß zwischen März und Juni 2027 bekanntgegeben.
Historische Entwicklung Bodenrichtwerte Berlin Prenzlauer Berg
Der durchschnittliche Bodenrichtwert in Prenzlauer Berg liegt im Jahr 2026 bei 3.249 €/m² und zeigt damit gegenüber dem Vorjahr einen minimalen Rückgang von 0,2 %. Nach einem Anstieg um 4,0 % im Jahr 2025 deutet sich damit eine Stabilisierung auf hohem Preisniveau an.
Die auffälligste Entwicklung der letzten Jahre zeigt sich im Jahr 2022, als die Bodenrichtwerte um 9,6 % auf 3.140 €/m² einbrachen – der stärkste prozentuale Rückgang im gesamten Beobachtungszeitraum seit 2000. Zuvor hatte der Markt zwischen 2016 und 2021 eine dynamische Wachstumsphase mit jährlichen Steigerungen zwischen 4,0 % und 11,7 % durchlaufen, wobei das Jahr 2017 mit einem Plus von 11,7 % den höchsten Zuwachs verzeichnete. Besonders markant war bereits der Sprung im Jahr 2003, als die Werte um 24,1 % auf 1.628 €/m² anstiegen.
Über den Gesamtzeitraum von 2000 bis 2026 haben sich die Bodenrichtwerte in Prenzlauer Berg mehr als verdoppelt und um insgesamt 162,5 % erhöht. Die Entwicklung verlief dabei nicht linear, sondern war durch mehrere Korrekturphasen gekennzeichnet, darunter der Rückgang 2008/2009 während der Finanzkrise sowie die jüngste Abschwächung ab 2022. Die aktuellen Werte bewegen sich nach der Korrektur der Vorjahre wieder nahe dem bisherigen Höchststand von 3.474 €/m² aus dem Jahr 2021.
| Jahr | Bodenrichtwert | Veränderung |
|---|---|---|
| 2021 | 3.474 €/m² | 7.1 % |
| 2022 | 3.140 €/m² | -9.6 % |
| 2024 | 3.131 €/m² | -0.3 % |
| 2025 | 3.255 €/m² | 4.0 % |
| 2026 | 3.249 €/m² | -0.2 % |

Bodenrichtwerte im Ortsteil Berlin Pankow
Der Ortsteil liegt im Bezirksvergleich (Pankow) auf Platz 1 von 13. Im Gesamtvergleich zu allen Berliner Stadtteilen liegt er auf Platz 11 von 97.
| Gruppe | Platz | Von |
|---|---|---|
| Bezirk (Pankow) | 1 | 13 |
| Stadt (Berlin) | 11 | 97 |
Im Bezirk Pankow zeigen sich erhebliche Unterschiede zwischen den Stadtteilen: Prenzlauer Berg führt mit 3.249 €/m² deutlich vor allen anderen Lagen und liegt damit mehr als sechsmal höher als der günstigste Stadtteil Blankenfelde mit 247 €/m². Die zentrumsnahen Stadtteile Weißensee mit 1.230 €/m² und Pankow mit 1.118 €/m² bilden das Mittelfeld, während die äußeren Stadtteile wie Niederschönhausen, Wilhelmsruh und die nördlichen Lagen durchweg unter 800 €/m² liegen.
Die Entwicklung zum Vorjahr zeigt überwiegend rückläufige Werte: Während Prenzlauer Berg mit -0,2 %, Weißensee mit -0,5 % und Pankow mit -0,7 % nur moderate Rückgänge verzeichnen, fallen die Verluste in den Außenbereichen deutlich stärker aus. Besonders auffällig sind die Rückgänge in Blankenburg mit -4,1 %, Heinersdorf mit -3,9 % und Blankenfelde mit -3,9 %, während einzig Buch mit 1,8 % eine positive Entwicklung aufweist.
| Rank | Stadtteil | ⌀ (€/m2) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Prenzlauer Berg | 3.249 | 600 | 7.500 |
| 2 | Weißensee | 1.230 | 480 | 1.900 |
| 3 | Pankow | 1.118 | 490 | 3.800 |
| 4 | Niederschönhausen | 795 | 480 | 2.000 |
| 5 | Wilhelmsruh | 620 | 500 | 650 |
| 6 | Rosenthal | 514 | 220 | 1.000 |
| 7 | Heinersdorf | 512 | 260 | 1.600 |
| 8 | Französisch Buchholz | 507 | 220 | 1.000 |
| 9 | Blankenburg | 470 | 430 | 480 |
| 10 | Karow | 469 | 330 | 500 |
| 11 | Buch | 456 | 160 | 550 |
| 12 | Stadtrandsiedlung Malchow | 275 | 260 | 480 |
| 13 | Blankenfelde | 247 | 160 | 600 |

Übersicht aller Bodenrichtwerte nach Postleitzahl
| PLZ | ⌀ (€/m2) | MIN (€/m2) | MAX (€/m2) |
|---|---|---|---|
| 10435 | 5.223 | 5.000 | 5.500 |
| 10119 | 5.089 | 5.000 | 7.500 |
| 10437 | 4.833 | 2.500 | 5.000 |
| 10405 | 4.279 | 800 | 7.500 |
| 10439 | 3.504 | 700 | 5.000 |
| 10407 | 2.407 | 600 | 5.000 |
| 10249 | 2.194 | 700 | 5.000 |
| 10247 | 1.807 | 1.500 | 4.000 |
| 10409 | 1.286 | 750 | 5.000 |
Im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Postleitzahlenbereichen: Die PLZ 10435 weist mit 5.223 €/m² den höchsten durchschnittlichen Bodenrichtwert auf, gefolgt von 10119 mit 5.089 €/m² und 10437 mit 4.833 €/m². Am unteren Ende der Skala liegt die PLZ 10409 mit 1.286 €/m², was eine Spannweite von nahezu 4.000 €/m² innerhalb des Stadtteils bedeutet.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen die meisten Postleitzahlenbereiche eine Stagnation der Bodenrichtwerte, während die PLZ 10249 einen Rückgang um 6,4 % von 2.342 €/m² auf 2.193 €/m² verzeichnet. Die PLZ 10407 zeigt mit einem minimalen Rückgang von 2.413 €/m² auf 2.406 €/m² ebenfalls eine leicht negative Entwicklung, die jedoch rechnerisch auf 0 % gerundet wird.
Entsprechen die Grundstückspreise in Berlin Prenzlauer Berg dem Bodenrichtwert?
Die Grundstückspreise in Berlin-Prenzlauer Berg sind nicht mit den Bodenrichtwerten für Berlin-Prenzlauer Berg gleichzusetzen. Grundstückspreise beziehen sich in der Regel auf die tatsächlichen Verkaufspreise von Grundstücken, die auf dem Immobilienmarkt gehandelt werden.
Grundstückspreise sind das Ergebnis von Angebot und Nachfrage sowie von individuellen Kaufpreisverhandlungen zwischen Käufern und Verkäufern zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Sie können stark variieren, abhängig von spezifischen Faktoren wie Lage, Größe, Nutzbarkeit, Zustand des Grundstücks, Immobilie und aktuellen Marktbedingungen. Daher spiegeln Grundstückspreise die realen, aktuellen Marktwerte wider und können sich kurzfristig ändern.
Bodenrichtwerte hingegen sind Durchschnittswerte, die von den lokalen Gutachterausschüssen auf Basis von historischen Kaufpreisen in den meisten Fällen jährlich berechnet werden. Allerdings dienen diese eher als Orientierungshilfe für die Wertermittlung und sind weniger volatil als die tatsächlichen Grundstückspreise, da sie auf einer Vielzahl von Transaktionen basieren und somit Durchschnittswerte darstellen.
Die Bodenrichtwerte 2026 beinhalten die historischen Durchschnittskaufpreise von Grundstückstransaktionen aus dem Jahr 2025.
Für eine Bestimmung des Grundstücks- bzw Immobilienwerts in Berlin-Prenzlauer Berg kann es Sinn ergeben, einen lokalen Immobiliensachverständiger (Immobiliengutachter oder Immobilienmakler) zu kontaktieren, der Angebot und Nachfrage und damit einhergehend den Marktpreis für das Grundstück in Berlin-Prenzlauer Berg gut einschätzen kann.
Eine grobe Wertermittlung des Grundstückswerts erhalten Sie hier:
Bodenrichtwert Auskunft Berlin
Informationen zum Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin Prenzlauer Berg
Adresse:
Gutachterausschuss für Grundstückswerte in Berlin
Fehrbelliner Platz 1
10707 Berlin
Website:
https://www.berlin.de/gutachterausschuss/E-Mail:
gaa@sensw.berlin.deTelefon:
030 901395239Fax:
030 901395231
Aktuelle Immobilienpreise in Berlin-Prenzlauer Berg
Neben den Bodenrichtwerten sind auch die aktuellen Immobilienpreise für Käufer und Verkäufer von entscheidender Bedeutung. Während Bodenrichtwerte eine wichtige Orientierungshilfe darstellen, spiegeln die tatsächlichen Immobilienpreise die aktuellen Marktgegebenheiten für Häuser und Wohnungen wider.
Die Immobilienpreise in Berlin-Prenzlauer Berg variieren je nach Lage, Ausstattung, Größe und Zustand der Immobilie erheblich. Sowohl beim Kauf als auch bei der Miete von Häusern und Wohnungen spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die über den reinen Bodenrichtwert hinausgehen.
Hier finden Sie die aktuellen Immobilienpreise in Berlin-Prenzlauer Berg für Kauf und Miete für Häuser und Wohnungen.
Fragen und Antworten rund um Bodenrichtwerte für Berlin Prenzlauer Berg
Die Bodenrichtwerte für Berlin erhalten Sie u.a. auf dieser Webseite in den jeweiligen Stadt- und Stadtteilseiten. Alternativ können Sie bei BORIS Berlin nach Ihrer Adresse suchen bzw. beim Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin anfragen.
Die Bodenrichtwerte in Berlin werden vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin festgelegt.
Der Ermittlungsbereich des Gutachterausschusses umfasst das gesamte Stadtgebiet Berlins. Hierbei werden so genannte Bodenrichtwertzonen definiert.
Die letzte Bodenrichtwertermittlung wurde am 16.03.2026 für den Stichtag 01.01.2026 veröffentlicht. Das Veröffentlichungsdatum für die Bodenrichtwerte zum Stichtag 01.01.2027 steht aktuell noch nicht fest.
Die Bodenrichtwerte in Berlin sind nicht mit den Grundstückspreisen gleichzusetzen, da diese als Daten Durchschnittswerte der verkauften Grundstücke des vergangenen Jahres verwenden.
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Berlin hat bis dato keine genaueren Infos zum Veröffentlichkeitsdatum für die Bodenrichtwerte 2027 bekanntgegeben. Auf Basis der letzten Veröffentlichungen kann von einem Zeitraum zwischen April und Juni 2027 ausgegangen werden.
Die Bodenrichtwerte für Berlin werden jährlich ermittelt und veröffentlicht. Der Stichtag ist ausnahmslos der 01. Januar des jeweiligen Jahres wobei die Veröffentlichung i.d.R. zwischen April und Juni erfolgt.
Der Bodenrichtwert in Berlin wird mit derselben Systematik wie für alle anderen Bundesländer bestimmt. Mehr zum Verfahren finden Sie auf der allgemeinen Bodenrichtwert Seite.
Die Bodenrichtwertkarte für Berlin wird genauso gelesen wie die Bodenrichtwertkarte anderer Städte Deutschlands. Die Karte wird in so genannte Bodenrichtwertzonen unterteilt, die Aufschluss über den Wert des Bodens sowie die Bebauung geben.
Seit Juni 2022 muss die Grundsteuererklärung für Immobilienbesitzer abgegeben werden. Für Immobilien, die sich in Berlin befinden, wird die Grundsteuererklärung auf Basis des Bodenrichtwerts des entsprechenden Jahres erstellt.